Parasiten

Grossaufnahme Floh

Parasiten beim Welpen

Der Befall durch äußere und innere Parasiten wie Flöhe, Läuse und Würmer ist eigentlich schon beim Kauf erkennbar, aber leider werden diese Parasiten meist nicht vor der ersten Impfung entdeckt.
Dunkler, krümeliger Ohrenschmalz z. B. ist ein deutlicher Hinweis auf Ohrmilben (Otodectes), die Reizungen wie beim Flohbefall im Kopf- und Halsbereich verursachen.
Durch die regelmäßige Behandlung der Mutterhündin und anderer Tiere, mit denen die Welpen in Kontakt kommen, kann man all diese Plagen vermeiden.

Wenn der Welpe an Parasiten leidet, lässt das auf Mängel in seiner Umgebung und Pflege schließen.

Bestimmte Rassen wie der Staffordshire Bull Terrier sind anfällig für die Milbe Demodex cattis, die in Haarfollikeln lebt.
Sie verursacht keine Reizungen (außer im Zusammenhang mit Infektionen), wohl aber Haarausfall, oft in Verbindung mit schuppiger, trockener Haut.
Demodex cattis wird von der Mutterhündin auf die Welpen übertragen
Die Milbe Sarcoptes scabici dagegen verursacht Reizungen, grindige Stellen und Haarausfall.
Sie ist für andere Hunde ansteckend und kann bei infizierten Menschen zu Läsionen fuhren.

Die häufigste Wurminfektion bei Welpen

Mit der häufigsten (Spulwurm, Toxacara canis) kann sich der Welpe schon im Mutterleib anstecken (durch Larven, die die Plazenta durchdringen), nach der Geburt durch die Muttermilch oder wenn er die infizierten mütterlichen Ausscheidungen frisst.
Wenn das Muttertier während der Trächtigkeit und ihr Wurf regelmäßig ab der vierten Lebenswoche entwurmt wurden, dürfte Ihr Welpe keinen wesentlichen Wurmbefall mehr haben, wenn Sie ihn abholen.

Wenn nur ein ausgewachsener Wurm übrig bleibt, gelangen die Eier in die Ausscheidungen des Welpen und können eine erneute Infektion verursachen.

Die Wanderung der Larven im Körper (vor allem in den Lungen) wirkt sich wie das Auftreten ausgewachsener Würmer im Darm schädigend und wachstumshemmend aus. Zudem besteht das sehr geringe Risiko, dass sich Menschen (vor allem Kinder) beim Kontakt mit von Würmern befallenen Welpen anstecken.

Der Bandwurm (Dipylidiuni caninuni) nutzt den Floh als Zwischenwirt.

Daher ist neben der Entwurmung auch eine gründliche Kontrolle auf Flöhe erforderlich.
Jeder junge Welpe sollte vier Mal im Abstand von zwei Wochen mit einem wirksamen Entwurmungsmittel behandelt werden, später zu seinem eigenen Schutz und zur Sicherheit des Menschen zwei- bis drei Mal jährlich.

Der Floh (meist Ctcnoceplialides felis), der sowohl auf Katzen als auf Hunde geht, macht Hund und Halter gleichermaßen Kummer.

Der Hund trägt etwa 5 Prozent der Flöhe, während 95 Prozent in seiner Umgebung leben.
Flöhe auf der Hautjucken schrecklich, der Hund kratzt und beißt sich ständig und oft sinnt man nicht nur wegen des Hundes auf Abhilfe, sondern weil man nachts ständig geweckt wird.
Manche Hunde sind allergisch gegen den Flohspeichel und bekommen am ganzen Körper schorfige, entzündliche Läsionen, vor allem auf dem Rücken und an der Rückseite der Oberschenkel.
Da sich die Flöhe vom Blut des Welpen ernähren, kann starker Flohbefall bei sehr kleinen Welpen zu klinischer Anämie und der damit verbundenen Schwächung führen.

Wenn Sie vermuten, dass Ihr Welpe Flöhe hat, müssen Sie umgehend tätig werden.

Die trockene, warme Wohnung animiert ausgewachsene Flöhe rasch zum Eierlegen, und aus den Eiern entwickeln sich in zwölf Tagen wiederum ausgewachsene, vermehrungsfähige Flöhe.

ACHTUNG WICHTIG!

Dieser Artikel wurde nach besten Wissen und Gewissen recherchiert und soll dem Hundehalter einen ersten Überblick über Parasiten bei Welpen geben.

Die zur Verfügung gestellten Informationen ersetzen, nicht den Besuch beim Tierarzt.

Haftungsausschluss und allgemeiner Hinweis zu medizinischen Themen

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